phantastisch - magisch - leuchtend

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04 Elemente



Afrika

In diesem Kunstprojekt verschmelzen die faszinierenden Erscheinungsformen der afrikanischen Tierwelt und die farbenfrohen Muster afrikanischer Kulturen in der phantastischen Malerei des Künstlers Martin Welzel. Es entstehen wunderschöne Wesen, geschmückt mit bunten Zebrastreifen und archaischen Mustern.

Der Künstler Martin Welzel arbeitet mit diesem Thema auf mehreren Ebenen: Farbe auf Leinwand in seinem Atelier und parallel dazu Farbe auf Haut als Bodypainting. Beide Arbeitsstränge sind gleichberechtigt und inspirieren sich gegenseitig. Eine spannende Arbeitsweise, die zu unerwarteten Ergebnissen führt.



Afrika 2: Der geheime Name

Meine Beschäftigung mit Afrika führte mich zwangsläufig zu folgender Frage: Wie lautet der geheime Name der Giraffe? Dieses anmutige Wesen steht also dieses Mal im Mittelpunkt meiner Kunst der Verwandlung. Und in diesem Fall benötige ich, um meine Kunst ausüben zu können, den geheimen Namen.
Die Suche danach erfordert sorgfältige Vorbereitung. Nach frühmorgendlicher Meditation folgt ausgiebiges Studium uralter Schriften (die mottenzerfressenen Folianten, in denen ich zu diesem Behufe herumstöberte, türmen sich immer noch in heillosem Chaos auf dem Boden meines Studios). Um nicht lange Herumzureden: der Name offenbarte sich mir schließlich. Er besteht selbstverständlich nicht aus Buchstaben, wie wir sie kennen, sondern gleicht eher einem Muster und in der Nacht zeichnete ich ihn auf ein Blatt Papier.
Des Weiteren wirkte ich in der Woche zuvor einen magischen Teppich und ebendieser Teppich ziert nun in voller orangeroter und goldgelber Pracht Wand und Boden des Ateliers: vor diesem Hintergrund wird sich die Verwandlung vollziehen. Der Giraffen-Zauber soll nur wenige Stunden anhalten, wirkt dafür aber umso heftiger und ist von daher anspruchsvoll und für Anfänger völlig ungeeignet.
Unerlässlich bei der geplanten Aktion ist die Zusammenarbeit mit einem Lichtfänger, der auch zum verabredeten Zeitpunkt in meinem Atelier erscheint. Zusammen mit dem Lichtwesen - ein weibliches - welches wir für diesen Anlass erwählt haben. Oder hat es uns erwählt? Bei Lichtwesen weiß man das nie so genau… Auf jeden Fall, die beiden sind guter Dinge. Genau wie meine Wenigkeit.
Während der Lichtfänger seine Apparaturen aufbaut, erlaubt mir das Lichtwesen, mit dem Auftragen der Farbe zu beginnen. Das freut mich. Mir scheint, als hätte die Farbe in den Tiegeln heute eine besonders starke Leuchtkraft: Die Magie dieses Ortes ist von exzellenter Beschaffenheit, wie ich schon zu anderen Gelegenheiten wahrnehmen konnte. Wie gewohnt lässt die Farbkraft und Leuchtintensität mich auf die nächsthöhere Ebene aufsteigen, Farben, Klänge und unzählige weitere, eher unterschwellige Wahrnehmungen, verbinden und vermischen sich. Ein Gefühl, als würde ein gleichzeitig tief-und hochfrequentes Vibrieren durch meine Wahrnehmungskanäle geistern. So ist es jedes Mal, soweit läuft also alles nach Plan.
Das Lichtwesen scheint für diesen Zauber besonders empfänglich zu sein. Mit Licht male ich den geheimen Namen auf ihre Haut. Lichtwesen werfen keinen Schatten, sie tragen ihn. Dieses trägt ihn auf dem Arm, auf dem linken Arm: Exquisit. Ich fixiere den Schatten in Violett und befestige den Zauber mit einer rosafarbenen Fingerspitze.
Zeit hat nun jede Bedeutung verloren, deswegen ist es eigentlich sinnlos zu sagen, wie lange das Weben des Verwandlungs-Zaubers eigentlich dauert.
Als es schließlich vollbracht ist, bewegt sich das Lichtwesen in der ihm eigenen natürlichen Anmut und geht völlig in der Verwandlung auf. Das Muster des geheimen Namens wird lebendig und beginnt zu tanzen.
Satt und müde lächelnd fläze ich mich in meinen alten, durchgesessenen Korbstuhl und schaue dem Wirken des Lichtfängers zu, der alsdann mit seinem Werk beginnt.
Alles ist gut.
 
Fotograf („der Lichtfänger“): Daniel Bierstedt (www.danielbierstedt.de)
Model („das Lichtwesen“): Tascha van Ginger (www.facebook.com/Tascha-van-Ginger)
Bodypainting („meine Wenigkeit“): Martin Welzel 



Phyto-Art 3.0

Immer wieder werde ich gefragt: Wird es eine Fortsetzung geben zum Thema Phyto-Art?
Nun, hier ist sie: Phyto-Art 3.0
Eine weitere Reise in die Welt des Ganz-Kleinen, das Leben auf der Pflanze.

Die wunderbare Welt der Insekten und Pilze ist für mich als bekennender Phantast natürlich hochinteressant, denn diese Lebewesen weisen die erstaunlichsten Merkmale und äußerst bizarre Fähigkeiten auf.

Da es aber nun schon wirklich viele sehr gute Fotografien zu diesem Thema gibt, habe ich mich zunächst gefragt: Was bleibt mir als Phantastischem Künstler und Illustrator da noch zu tun?
Nachdem ich dann einfach ein wenig mit Tusche, Stift und Pinsel herumexperimentiert habe, ergab sich alles ganz von selbst.

Meine Arbeiten zu dem Thema zeigen diese Lebewesen als die letzten wilden Eingeborenen auf unserem Planeten, manchmal grotesk überzeichnet in riesenhafter Größe (siehe: „Befall!“), manchmal als Fantasiewesen (siehe: „Die Eier des letzten Drachen“) aus einem Science-Fiction-Abenteuer. Und sehr beeindruckend, ja respekteinflößend, wenn man sich die Mühe macht, den Menschen für einen Moment nicht mehr als das Maß aller Dinge zu sehen.

Auch wenn ich in meinen Illustrationen zu dem Thema meiner Phantasie und auch meinem schrägen Humor freien Lauf gelassen habe, so ist die Grundlage meiner Arbeiten doch sehr realistisch und wissenschaftlich korrekt recherchiert. Ich habe zwischendurch alles eifrig notiert, was mir einfiel und was ich beobachtet und gefunden habe. Und so wurde es irgendwann Zeit, den Freak wieder an die Leine zu nehmen, die Zettel mit den Fakten aus dem Notizbuch zu reißen und aufzukleben (es lohnt sich wirklich, die zu lesen).

Und zu hoffen, dass ich mit Phyto-Art 3.0 einigen Menschen den Zugang eröffnen kann zu der wunderbaren kleinen Welt um uns herum:
Viel Freude beim Schauen, Lesen und Staunen!

Martin Welzel, November 2015




Schattenarbeit

Die Schattenarbeiten
Warum ich diese Bilder zeige? Vielleicht gibt es andere Menschen, die daraus Kraft gewinnen. Für Ihre eigene Begegnung mit dem Schatten. Die sich nicht erschrocken abwenden oder seiner dunklen Faszination erliegen.
Hier ist etwas für Euch.